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Beitrag im AUTOCAD MAGAZIN zu BIM im FM

17. June 2019

In der Ausgabe 4/2019 des AUTOCAD MAGAZIN werden in der “Expertenrunde” ein halbes Dutzend Unternehmer zu “Wo steht BIM im Facility Management?” befragt. Im Detail ging es um die wichtigsten Herausforderungen der Integration von Building Information Modeling in das CAFM, die Datendurchgängigkeit von Planung bis Betrieb des “digitalen Zwillings” sowie Standards, Austauschformate und Verbesserungspotentiale im Datenmanagement.

Hier das Statement des Keßler Solutions-Geschäftsführer André Keßler:

BIM im Immobilienbestand

Die Integration von BIM-Modellen und -Daten in ein CAFM-System stellt die wichtigste Herausforderung im Rahmen der digitalen Bewirtschaftung dar. So ist die Durchgängigkeit der Daten von der Planung bis zum Betrieb, bspw. in einem digitalen Gebäudezwilling, die Grundlage für eine schlüssige Dokumentation und optimale Bewirtschaftung des Immobilienbestandes, insbesondere um spätere Bewirtschaftungskosten zu minimieren und bestehende und zukünftige Prozesse zu optimieren.

Titelblatt AUTOCAD MAGAZIN 4/2019

Hierbei steht die Branche vor völlig neuen Herausforderungen. Schließlich befindet sich der so genannte „digitale Gebäudezwilling“, als Abbild des Bauwerks, mehrere Jahrzehnte in der Bewirtschaftung. Neben dem Thema BIM an sich spielt ebenso die Thematik der smarten Digitalisierung und Vernetzung der verbauten Anlagen und Komponenten innerhalb der Gebäudeinfrastruktur eine zentrale Rolle sowie die Nachhaltigkeit der Bauprojekte in Hinblick auf Renaturalisierungskonzepte.

Die Potentiale sind deutlich, die Motivation ist groß – ebenso die damit verbundenen Herausforderungen. Was in den theoretischen Ansätzen logisch und zielführend klingt, ist aufgrund der Komplexität in der Praxis sehr vielschichtig. Wir von Keßler Solutions beschäftigen uns mit der Integration von BIM in das CAFM-System und der Entwicklung von Standards um die Prozessdurchgängigkeit zu gewährleisten. Die technische Herausforderung ist die transparente, digitale Vernetzung aller Stakeholder, auch in Hinblick auf Fragen zur Datensicherheit, welche teils nur auf Basis bestehender Rechte und Normen beantwortet werden können.

Das Betriebssystem der Immobilien ist dabei das CAFM-System FAMOS, welches neben den BIM-spezifischen Datenmodellen auch Module zur vollständigen Bauwerksdokumentation zur Verfügung stellt. Die Lösung aus Leipzig setzt im Rahmen der Digitalisierung gezielt auf den Schwerpunkt der Prozessdurchgängigkeit über alle Gebäudelebensphasen. Für die Integration und den bidirektionalen Abgleich von BIM-Daten mit dem CAFM-Modell existieren manuelle und vollautomatisierte Plausibilitätsprüfungen. Den dafür entwickelten BIMflow setzen bereits namhafte Großstädte und Industriekunden ein. Durch weitere digitalisierte Prozesse, z.B. in der Instandhaltung oder Vermietung, werden die Daten im Betrieb so angereichert, dass aufwändige Kosten zur Lokalisierung, Vermessung und Informationsgewinnung minimiert werden können. Weitere Lösungen existieren weiterhin im Bereich der Begehung und Zustandsbewertung, bis zur Budgetierung und dem Portfoliocontrolling.

Um die Herausforderungen von BIM zu meistern, initiierten wir 2018 mit Partnern verschiedener Branchen das BIM-Kompetenz- und Technologiezentrum, welches offen für weitere interessierte Unternehmen und Institutionen ist.

 

Ergänzend zum Artikel unsere Präsentation der BIM-Lebensphasen:

 

Grafik BIM-Lebenszyklus